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Aktivitäten in Tansania jenseits der Pirschfahrt

Daniel Pullem Von Daniel PullemAktualisiert am 14. Oktober 20266 Minuten Lesezeit Bei Google bevorzugen

Paar wandert durch den Regenwald des Jozani-Walds auf Sansibar

Die Pirschfahrt ist der Kern jeder Safari, doch Tansania bietet mehr: zu Fuß, im Ballon, im Kanu und bei Begegnungen mit Kultur. Für viele Aktivitäten erheben die Parks eigene Gebühren zusätzlich zum Eintritt. Dieser Artikel zeigt, was sich lohnt und was TANAPA, NCAA und Sansibars Parkbehörde verlangen.

Kurz gesagt

Die Pirschfahrt im Geländewagen ist der Kern jeder Safari in Tansania. Daneben gibt es Aktivitäten zu Fuß, aus der Luft, auf dem Wasser und in den Dörfern. Für viele davon erheben die Parks eigene Gebühren, die zusätzlich zum Eintritt anfallen. Dieser Artikel zeigt, was sich neben der Pirschfahrt lohnt und was die Parkbehörden dafür verlangen.

Die genannten Gebühren stammen aus den offiziellen Tarifen der Parkbehörden, gelten für nicht-ostafrikanische Gäste und können sich ändern.

Zu Fuß: Walking Safari

Bei einer Walking Safari gehst du mit einem Guide zu Fuß durch den Busch. Du liest Spuren, siehst Pflanzen und kleine Tiere, die vom Wagen aus untergehen. Der Parkeintritt bleibt davon unberührt, die Gebühr für die Wanderung kommt dazu.

Die Parkbehörde TANAPA verlangt laut Tarif, gültig seit dem 1. Juli 2023, eine eigene Gebühr pro Person und dazu eine Guide-Gebühr. Alle TANAPA-Gebühren in diesem Artikel verstehen sich zuzüglich 18 % MwSt. Der Tarif nennt Walking Safaris als parkübergreifenden Posten, ohne einzelne Parks auszuschließen.

Nationalparks (TANAPA)

  • Kurze Wanderung von 1 bis 4 Stunden: 20 US$ pro Person
  • Lange Wanderung von über 4 Stunden: 25 US$ pro Person
  • Guide-Gebühr zusätzlich: 20 US$ pro Gruppe und Tag

Ngorongoro Conservation Area (NCAA)

  • Kurzer Walk von 1 bis 4 Stunden: 23,60 US$ pro Person
  • Langer Walk von über 4 Stunden: 29,50 US$ pro Person
  • Bewaffneter Ranger ist Pflicht

In der Ngorongoro Conservation Area sind Wanderungen offiziell erlaubt, etwa zum Empakaai-Krater und zum Olmoti-Krater. Laut NCAA müssen sie von einem bewaffneten Ranger begleitet werden, mit vorheriger Buchung und Absprache. Die Wander-Gebühr kommt zur normalen Eintrittsgebühr dazu. Die NCAA-Tarifliste nennt keinen Gültigkeitszeitraum und weist darauf hin, dass sich die Tarife ohne Vorankündigung ändern können.

Eine Walking Safari im Arusha-Nationalpark gehört zu den Reiseideen von Wildfinder. Das Team in Arusha plant sie auf Wunsch in deine Route ein.

Ballonfahrt über der Savanne

Bei einer Fahrt im Heißluftballon siehst du die Savanne und die Herden von oben. Auch dafür gibt es eine amtliche Parkgebühr, die zusätzlich zum Eintritt fällig wird. Laut TANAPA-Tarif beträgt sie pro Person und Trip:

  • Serengeti und Nyerere National Park: 50 US$
  • Tarangire, Lake Manyara, Arusha und Kilimanjaro National Park: 40 US$
  • Ruaha, Mahale Mountains, Rubondo Island, Saanane Island, Burigi-Chato, Ibanda-Kyerwa und Rumanyika-Karagwe National Park: 30 US$

Diese Gebühr deckt nur die Nutzung des Parks ab. Die Fahrt selbst buchst du separat beim Ballonbetreiber, dessen Ticketpreis in den genannten Beträgen nicht enthalten ist.

Kanu, Nachtpirsch und Baumkronenpfad

Kanufahren ist laut TANAPA-Tarif im Arusha-Nationalpark, im Lake-Manyara-Nationalpark und im Nyerere-Nationalpark möglich. Die Gebühr liegt bei 20 US$ pro Person ab 16 Jahren für 2 Stunden, Kinder von 5 bis 15 Jahren zahlen 10 US$. In den Nationalparks Mahale Mountains, Burigi-Chato, Rumanyika-Karagwe und Rubondo Island listet der Tarif Kanufahren mit 10 US$ pro Person für höchstens 3 Stunden.

Die Nachtpirschfahrt kostet 50 US$ pro Person ab 16 Jahren, Kinder von 5 bis 15 Jahren zahlen 25 US$. Der Tarif listet sie für Katavi, Ruaha, Mikumi, Tarangire, Lake Manyara, Nyerere, Burigi-Chato und Ibanda-Kyerwa sowie andere anwendbare Nationalparks. Serengeti und Arusha werden dabei nicht namentlich genannt. Bei der Nachtpirsch suchst du nach Einbruch der Dunkelheit nach nachtaktiven Tieren.

Der Baumkronenpfad im Lake-Manyara-Nationalpark führt durch die Baumwipfel und dauert etwa 1 Stunde. Die Gebühr beträgt 20 US$ pro Person ab 5 Jahren, exklusive Eintritts- und Game-Viewing-Gebühr. Laut TANAPA-Parkseite ist er einer der längsten Baumkronenpfade Afrikas.

Ngorongoro: Olduvai und Massai-Bomas

In der Olduvai-Schlucht steht das Olduvai Gorge Museum. Das Museum geht auf eine Gründung durch die Forscherin Mary Leakey zurück, seit 2017 bestehen ein altes und ein neues Museum parallel. Die NCAA-Tarifliste verzeichnet für Olduvai Gorge und Shifting Sand eine Gebühr von 35,40 US$ pro erwachsener Person und 11,80 US$ pro Kind. Ob der Museumsbesuch darin automatisch enthalten ist, bestätigt die NCAA nicht ausdrücklich. Die Fußspuren von Laetoli sind separat gelistet, mit 23,60 US$.

Der Besuch eines Massai-Boma, eines traditionellen Kraals, kostet in der Ngorongoro Conservation Area 20 US$ pro Fahrzeug, nicht pro Person. Wichtig ist die Fotoregel: Das Fotografieren der Bevölkerung ist grundsätzlich untersagt und nur in den dafür ausgewiesenen Kultur-Bomas erlaubt.

Kultur und Kaffee rund um Arusha

Rund um Arusha liegen Ziele ohne amtliche Gebührenordnung; der Besuch läuft über die Reiseplanung, nicht über ein Parkticket.

Die Wanderung zum Materuni-Wasserfall verbindet das Team in Arusha in seinen Reiseideen mit einer Kaffeetour und Verkostung. Du siehst, wie Kaffee angebaut, geröstet und zubereitet wird. Ebenfalls Teil der Reiseideen sind eine Tour durch Arusha und die Kaffeeplantagen sowie ein Dorfbesuch am Lake Manyara.

Am Lake Eyasi besuchst du die Hadzabe, Jäger und Sammler. Eine ethnologische Studie beschreibt den Tourismus dort seit den 1990er-Jahren als informell organisiert, ohne zentrale Kontrollinstanz. Auch hier gibt es keine amtliche Besuchsgebühr; die Begegnung wird über die Reiseplanung arrangiert.

Auf Sansibar

Nach der Safari liegen die Aktivitäten auf Sansibar am Wasser und in der Altstadt. Stone Town, die historische Altstadt der Inselhauptstadt, ist als „Stone Town of Zanzibar“ in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen. Altstadtgassen und Märkte erkundest du am besten zu Fuß.

Für Gewürztouren in die Gewürzgärten der Insel gibt es keine amtliche Ticketstruktur. Laut Tourismusgesetz muss jeder Guide auf Sansibar lizenziert sein, einen amtlichen Eintrittspreis gibt es nicht.

Der Jozani-Chwaka-Bay-Nationalpark auf Sansibar ist Heimat der Roten Stummelaffen. Der Eintritt kostet laut offizieller Parkseite 12 US$ für ausländische Gäste. Ob die Führung zu den Affen und der Mangroven-Boardwalk darin enthalten sind, ist dort nicht eindeutig geregelt.

Das Riff rund um die Insel Mnemba liegt in der Mnemba Island Marine Conservation Area, einem Schutzgebiet der Regierung Sansibars. Laut Presseberichten gilt seit dem 1. September 2025 für die Mnemba Special Area eine Schutzgebühr von 25 US$ pro erwachsener Person. Die Insel selbst ist privat und für Nicht-Gäste gesperrt, das Riff gehört unabhängig davon zum staatlichen Schutzgebiet. Entlang der Küste segelst du auf einer Dhow, dem traditionellen Segelboot der Region.

Stone Town, Gewürztour, Schnorcheln oder Tauchen rund um Mnemba und Dhow-Segeln gehören zu den Sansibar-Elementen, die Wildfinder in seinen Reiseideen einplant.

Aktivitäten in die Reise einplanen

Drei Dinge entscheiden, welche Aktivitäten zu deiner Reise passen. Erstens die Zeit: Jede Aktivität braucht ihren festen Zeitblock, eine Nachtpirsch findet nach Einbruch der Dunkelheit statt; beides verändert den Tagesablauf. Zweitens das Alter: Für Kanu und Nachtpirsch nennt der TANAPA-Tarif Kinderpreise für 5 bis 15 Jahre, der Baumkronenpfad ist ab 5 Jahren offen. Laut den Nationalparks dürfen Kinder ab 5 Jahren an Nachtpirschfahrten und Kanufahrten teilnehmen. Manche Lodges haben eigene Regeln und nehmen Kinder unter 12 Jahren nicht mit auf diese Aktivitäten. Drittens die Kosten: Die Gebühren der Parks kommen zum Eintritt dazu und summieren sich, wenn du mehrere Aktivitäten kombinierst. Einen Überblick über die Gesamtkosten gibt der Artikel zu den Kosten einer Tansania-Safari.

Das Team in Arusha plant Aktivitäten auf Wunsch in die Route ein. Walking Safari im Arusha-Nationalpark, Materuni-Wasserfall mit Kaffeetour, Dorfbesuch am Lake Manyara, Hadzabe am Lake Eyasi und die Sansibar-Programme stehen in den Reiseideen. Wünschst du Ballonfahrt, Kanu, Nachtpirsch oder Baumkronenpfad, nenne das einfach in der Anfrage. Die Antwort kommt innerhalb von 24 Stunden, mit Route, Unterkünften und Preis pro Person.

Stand: Oktober 2026

Häufige Fragen zu Aktivitäten in Tansania

Was kostet eine Walking Safari in Tansania?

In den Nationalparks 20 US$ pro Person für eine Wanderung von 1 bis 4 Stunden und 25 US$ für eine längere Wanderung, dazu eine Guide-Gebühr von 20 US$ pro Gruppe und Tag, laut TANAPA-Tarif jeweils zuzüglich 18 % MwSt. In der Ngorongoro Conservation Area verlangt die NCAA 23,60 US$ (kurz) beziehungsweise 29,50 US$ (lang) pro erwachsener Person, jeweils zusätzlich zum Eintritt.

Brauche ich für eine Wanderung bei Ngorongoro einen Ranger?

Ja. Laut NCAA müssen Wanderungen in der Ngorongoro Conservation Area von einem bewaffneten Ranger begleitet werden, mit vorheriger Buchung und Absprache. Wanderziele sind etwa der Empakaai-Krater und der Olmoti-Krater.

Ist die Ballonfahrt im Parkeintritt enthalten?

Nein. TANAPA erhebt eine eigene Parkgebühr von 30 bis 50 US$ zuzüglich 18 % MwSt. pro Person und Fahrt, je nach Park. Das Ticket des Ballonbetreibers kommt noch dazu.

Ab welchem Alter sind Kanu, Nachtpirsch und Baumkronenpfad möglich?

Kanufahren kostet laut TANAPA-Tarif im Arusha-, Lake-Manyara- und Nyerere-Nationalpark ab 16 Jahren 20 US$ pro Person, Kinder von 5 bis 15 Jahren zahlen 10 US$, zuzüglich 18 % MwSt. Die Nachtpirschfahrt kostet ab 16 Jahren 50 US$ pro Person, Kinder von 5 bis 15 Jahren zahlen 25 US$, jeweils zuzüglich 18 % MwSt. Der Baumkronenpfad im Lake-Manyara-Nationalpark ist ab 5 Jahren offen.

Was kostet der Eintritt in den Jozani-Wald auf Sansibar?

Der Eintritt in den Jozani-Chwaka-Bay-Nationalpark kostet laut offizieller Parkseite 12 US$ für ausländische Gäste. Ob die Führung zu den Roten Stummelaffen und der Mangroven-Boardwalk darin enthalten sind, ist dort nicht eindeutig angegeben.

Darf man Massai in der Ngorongoro Conservation Area fotografieren?

Nur in den dafür ausgewiesenen Kultur-Bomas. Das Fotografieren der Bevölkerung ist dort laut NCAA grundsätzlich untersagt und nur in diesen Bomas erlaubt.

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3 Beiträge schließen an: die Kosten einer Tansania-Safari, die beste Reisezeit für Tansania und Ebbe und Flut auf Sansibar.

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