Fakten
| Fläche | 465,9 km² |
|---|---|
| Lage und Entfernung | Südliches Hochland Tansanias, ab Mbeya über Isyonje 67 bis 70 km oder über Chimala und Matamba 103 km |
| Anreise | Rund 1,5 Stunden Flug ab Dar es Salaam nach Mbeya, dann zwei Zufahrten zum Parkeingang, die kürzere über Isyonje mit rund 2 Stunden Fahrt |
| Parkgebühr pro Person und Tag | 30 USD; Kinder von 5 bis 15 Jahren 10 USD, unter 5 Jahren frei; zzgl. 18 % MwSt. |
| Beste Monate | Ende November bis April für die Blüte |
| Typische Tiere | Zebras, Bergriedböcke, Ducker, Hochlandvögel, Schmetterlinge |
| Unterkünfte | Utengule Coffee Lodge |
Highlights und Tiere
Der Park schützt auf 465,9 km² eines der wichtigsten montanen Grasland-Ökosysteme Ostafrikas. Du wanderst auf rund 2.600 Metern Höhe über ein weites Hochplateau zwischen den Kipengere- und Poroto-Bergen; der Mtorwi im Osten des Parks erreicht 2.961 m. Offene Hochlandwiesen und sanfte Hügel prägen die Landschaft, Bergketten rahmen das Plateau ein. Während der Regenzeit überzieht eine große Blütenvielfalt die Ebenen. Bekannt ist Kitulo vor allem für seine vielen Orchideenarten, von denen etliche endemisch sind. Diese Konzentration seltener Pflanzen gilt als weltweit außergewöhnlich und hat dem Park den Ruf als „Blumenpark Tansanias“ eingebracht. Orchideen und andere seltene Pflanzen bestimmen dein Erlebnis hier stärker als Großwild.
Eine klassische Großwild-Safari ist Kitulo nicht, größere Säugetiere leben hier nur in geringer Dichte. Laut TANAPA leben hier Zebras, Bergriedböcke, Ducker, Klippspringer, Buschböcke und schwarz-weiße Colobus-Affen. Eine Besonderheit ist der Kipunji, eine Affenart, die TANAPA für die Hänge des Mount Rungwe und den Kitulo Nationalpark nennt. Gewichtiger ist die Vogelwelt: Der Park gilt als wichtiges Gebiet für Hochland- und Graslandvögel, darunter mehrere endemische und bedrohte Arten. Auch Schmetterlinge und andere Insekten sind in großer Vielfalt unterwegs und spielen eine zentrale Rolle bei der Bestäubung der vielen Blütenpflanzen. Der eigentliche Reichtum des Parks liegt in seiner Flora, die Tierbeobachtung bleibt nachgeordnet.
Beste Reisezeit
Grundsätzlich kannst du den Park das ganze Jahr besuchen, die beste Zeit richtet sich nach deinem Interesse. Für die Blüte eignen sich die Monate von Ende November bis April: Während und nach der Regenzeit stehen die Hochlandwiesen in voller Blüte, Orchideen eingeschlossen. In der Trockenzeit wanderst du auf einfacheren Wegen; von Mai bis August liegen Plateau und Berge oft in Nebel und Wolken, am klarsten ist die Sicht gegen Ende der Trockenzeit von September bis November, die Blütenvielfalt ist dann aber schwächer. Wegen der Höhenlage auf rund 2.600 Metern bleibt es ganzjährig eher kühl. Warme Kleidung und Regenschutz gehören daher immer in dein Gepäck, gerade in den Blütemonaten.
| Monat | Wetter | Tiere |
|---|---|---|
Regenzeit und Blüte | ||
Regenzeit und Hauptblüte | ||
Mai bis August oft Nebel, klarste Sicht September bis November, einfachere Wege |
Gebühren und Regeln
Die Parkgebühr liegt bei 30 USD pro Person und Tag. Kinder von 5 bis 15 Jahren zahlen 10 USD, Kinder unter 5 Jahren haben freien Eintritt. Auf die Eintrittspreise kommen noch 18 % Mehrwertsteuer. Da das Ökosystem der Hochebene als sensibel gilt, wanderst du mit deinem Guide auf den dafür vorgesehenen Wegen.
Anreise und Kombination
Du fliegst von Dar es Salaam in rund 1,5 Stunden nach Mbeya. Die kürzere Route über Isyonje misst 67 bis 70 km, dauert rund 2 Stunden und endet auf Piste. Über Chimala und Matamba sind es etwa 103 km, ab Chimala folgen Schotter und Serpentinen. Kitulo befindet sich zwischen Mbeya und Njombe; laut Team in Arusha ist die Anreise zur Regenzeit mit 4x4 machbar, aber deutlich wetterabhängiger. Dein Guide bringt dich direkt zum Eingang, um die Anfahrt musst du dich nicht kümmern. Kitulo lässt sich gut mit weiteren Zielen im Süden Tansanias verbinden. Im Ruaha Nationalpark ergänzt du die botanischen Erlebnisse des Hochlands mit klassischer Großwild-Beobachtung. Der Nyerere Nationalpark bringt Fluss- und Savannenlandschaften dazu. So entsteht eine abwechslungsreiche Route zwischen Hochland, Savanne und Fluss.



